Menschliche Arroganz

Die unbelehrbaren Entscheider über Leben und Tod

Foto c)allaboutwolves
Foto c)allaboutwolves

 

Amarok rätselt: Wie zeigt sich der Unterschied zwischen sozialem Wesen Wolf und menschlicher Kreatur und stellt mit Erstaunen fest:

 

Wölfe lernen von den Elterntieren, folgen ihren Anweisungen und lernen aus ihren eigenen Erfahrungen, die sie dem Nachwuchs weitervermitteln.

 

Menschen widersetzen sich von frühesten Kindesbeinen an den Ratschlägen der Eltern, glauben alles besser zu wissen und zu können als die „Altvorderen“ und sind nicht bereit, aus Erfahrungen zu lernen, im Gegenteil sie wiederholen die falschen Entscheidungen von Eltern und Großeltern.

 

Wölfe bleiben sich ein Leben lang treu und unterstützen den Partner nach Kräften. Menschen? Für einander Verantwortung übernehmen, ist vielen ein Fremdwort bzw. bedeutungslos.

 

Das Geschöpf Mensch bedient sich zwar der Sprache und des aufrechten Ganges, aber im Gegensatz zum Wolf, der seine Beute mit Hilfe des gesamten Packs erjagt, hält er sich „seine Beute“ in schrecklichen Gefängnissen, tötet sie nicht mit einem schnellen (gnädigen) Kehlbiss wie der Wolf, sondern auf fürchterlichste Weise und legt seine „Opfer auf Halde“ - möglichst noch tiefgefroren. Auch in der Art zu jagen gibt es zwischen Wolf und Mensch entscheidende Unterschiede: Die menschliche Jagd ist – so beschrieb sie einst der erste Bundespräsident Deutschlands – Theodor Heuss – „die feige Umschreibung des feigen Mordes an chancenlosen Wesen“. Wer aber könnte die Jagd der Wölfe als „feigen Mord“ bezeichnen? Sorgt er nicht für „Ordnung“ unter den Wildtieren? Er kann Alte, Schwache und Kranke von Gesunden und Kräftigen unterscheiden und bedeutet „Erlösung“ für jene, die ohne seinen „Zugriff“ elend verenden würden...

 

Wie kann sich der Mensch anmaßen, Richter über Tod und Leben zu sein, wie kann er sich anmaßen, Leben zu erzeugen, um es zu töten? Er ist die wahre Bestie, die sich gegen die Natur und die Erde, unsere Mutter, wendet – in einer unbeschreiblichen Gier mit der „Gesinnung des Fleisches“, wie die Bibel es nennt: „Die Gesinnung des Fleisches ist der Tod, das Sinnen und Trachten des Fleisches kommt aus dem Tod und führt in den Tod, ist vom Tod infiziert, trägt das Wesen und die Wirkung des Todes in sich.“

 

 

Unbelehrbar ursurpiert der Mensch immer wieder die natürlichen Habitate der Mitwelt in einer unbeschreiblichen Arroganz, unbelehrbar – immer noch die „Ammenmärchen“ vom bösen menschenverzehrenden Wolfes in sich tragend (dabei ist es doch schon längst bekannt, dass der Mensch nicht zum Beuteschema des Wolfes gehört), Leben vernichtend – ausrottend, ohne Sinn und Verstand.

 

 

 

Ein Kenner der Natur und der Natur des Menschen, das Universalgenie Leonardo da Vinci, das nicht nur einzigartige Werke in Kunst und Technik hinterließ, sondern auch in weisen Worten mahnte, hinterließ folgende Bemerkung: „Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das Meiste, was er sagt, ist hohl und falsch. Die Sprache der Tiere ist begrenzt, doch was sie damit zum Ausdruck bringen, ist wichtig und nützlich. Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge!“

 

 

„Das höchste Glück ist die Freude des Erkennens“, diesen Glücksmoment, von dem großen Leonardo treffend beschrieben, möchte ich der Menschheit ins Stammbuch schreiben...viel Freude am Glücksmoment des Erkennens!